Radwanderung 2
Strecke: 26 km
Strecke auch für Kinder geeignet
Von dort biegen wir rechts ab und passieren die Bauernschaft Holsterbrink. Haus Schwickering liegt am Wege. Ein alter Adelssitz, der sich heute im Privatbesitz befindet. Hier residierte von 1816 bis 1853 der erste Amtmann des Verwaltungsbezirkes Rorup-Lette, Josef von Wydenbrück. Ein Blick durch das schmiedeeiserne Eingangsgitter lohnt sich.
An der nächsten Wegekreuzung (6,6 Kilometer) steht unter einer majestätischen Eiche eine Ruhebank. Hier ruhen wir aus oder biegen rechts ab und fahren bis zur Landstraße. Auf dem vorhandenen Radweg geht es in Richtung Rorup nach ein paar hundert Metern rechts ab. Wir folgen jetzt dem Radwanderweg R 2. Der Weg führt durch typisch münsterländische Parklandschaft. Bei 9,6 Kilometern lädt ein kleiner Tierpark zum Verweilen ein.
Stolze Hähne, aufgeregte Hühner, schnatternde Gänse oder ein wohliges Hängebauchschwein sorgen für eine kurzweilige Unterbrechung der Fahrt.
Wir verlassen jetzt den Radweg R 2 und fahren bis zur Landstraße. Hier heißt es: Vorsicht. Es gibt keinen Radweg. Links grüßt das Benediktinerinnenkloster "Maria Hamicolt". Ein kurzer Abstecher ist zu empfehlen. Die Schwestern bereiten hier die Hostien für die Kirchengemeinden im ganzen Bistum Münster. Außerdem werden mit viel Aufwand Priestergewänder gefertigt.
Schon bald taucht in der Ferne der Turm der Klosterkirche Karthaus auf. 12,6 Kilomter liegen zur Halbzeit unserer Tour hinter uns. Ein Grund, in der Klosterschänke ein wenig zu rasten. Den Besuch in der Klosterkirche sollte man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen. Zierde und Kleinod des Inventars sind das prächtige Rokoko-Gitter und das schwere, eichene Chorgestühl.
Derart gestärkt an Leib und Seele machen wir uns auf den Rückweg nach Lette. Wir verlassen Karthaus und fahren durch die baumbestandene Allee am "Anna-Katharina-Stift" vorbei. Es geht immer geradeaus. Der Weg führt durch Weddern und Leuste. Weite Felder und stolze Bauernhöfe zeugen von solidem Bauerntum. Schon von weitem zeigt sich der Richtfunkturm an der Leuster Schule.
Die B 474 ist schon zu sehen, dann erst biegen wir rechts ab und fahren an Spargelfeldern vorbei - mal rechts, mal links - bis wir durch die Baumschule Rüskamp kommen. Ein letzter Haltepunkt ist das Restaurant "Zur Waldmühle", wo wir uns im Gartencafé für die letzten Kilometer stärken können.
Vorsicht ist geboten beim Überqueren der B 474. Wir fahren bis zur Bahnlinie Gronau-Dortmund und benutzen dann ein schmales Pättken bis zur nächsten asphaltierten Straße. Wenn jetzt linker Hand zwei Kirchtürme auftauchen, haben sie sich entweder total verfahren oder etwas zuviel Alkoholisches getrunken, was man als Verkehrsteilnehmer ja ohnehin nicht sollte.
Über den Stripperhook nähern wir uns Lette. Rechter Hand liegt der Hof Schulze Bisping, der zu den ältesten Gehöften im Umkreis von Lette zählt. Durch ein kleines Gewerbegebiet erreichen wir nach circa 26 Kilometern den Ausgangspunkt unserer Fahrt - den Letter Bahnhof. Wer jetzt noch Lust hat, kann sich im Eisenbahnmuseum umsehen oder sich in einer Letter Gaststätte mit Speis und Trank verwöhnen lassen."