Ziel: Kreisstadt Coesfeld
Strecke: 37 km

Die Länge des "Giro Coesfeld" beträgt rund 37 Kilometer. Da ein Großteil des Weges durch schattige Wälder und Alleen führt, kann man diese Tour auch an wärmeren Tagen fahren.

"Wir starten am Bahnhof in Lette und fahren entlang der Bahn auf der sogenannten "Königsallee". Hier haben die Schützenkönige des "Allgemeinen Schützenvereins Lette" je eine Eiche gepflanzt.

Lambertikirche in CoesfeldAm Herteler Kreuz, wo fünf Straßen zusammenkommen, halten wir uns halblinks. Die Gebäude und Anlagen der Kaserne in Flamschen lassen wir rechts liegen und erreichen das malerische Waldgebiet mit dem Namen "Zuschlag". Wenn jetzt die verirrten Hänsel und Gretel aus dem Wald auftauchten, würde das in diese malerische Kulisse passen. An Wochentagen trifft man aber eher auf Bundeswehrsoldaten, die hier ihre Ausbildung für den hoffentlich nie eintretenden Ernstfall erhalten.

Durch saftige Wiesen und üppige Felder verläuft der Weg und wir erreichen Stevede mit der roten Backsteinkirche St. Josef. Vorsicht ist beim Überqueren der Landstraße geboten. Über den sorgsam gepflegten Heidefriedhof von Stevede schieben wir unsere Räder und befinden uns auf dem Steveder Kreuzweg.

Hier am Rande des Naturschutzgebietes "Hünsberg" sollte man eine Rast einlegen und sich an der schönen Natur erfreuen, bevor man auf der Landstraße bis zum Kalksandsteinwerk weiterfährt. Der See lädt zum Bade - aber auf das Vergnügen sollte man besser verzichten. Denn trotz des einladenden Sandstrandes ist es gefährlich, dort zu schwimmen oder zu baden.

In Goxel überqueren wir nun die B 67. Links der Straße die Anlagen der Firma Westfleisch, rechts sehen wir die "Betoneier" des Klärwerkes. Apropos klären: Die Verantwortlichen sollten unter anderem einmal aufklären, warum die Abwassergebühren oder die Müllentsorgungsgebühren so hoch sind. Einmal links, einmal rechts und wir erreichen den großen Kreuzweg. Hier können wir wählen zwischen Asphaltstraße und dem baumbestandenen, schattigen Naturweg. Wer den Naturweg wählt, fährt an den sandsteinernen Stationen des Kreuzweges vorbei. An der "Kleinen Kapelle", die gelblich zwischen den Bäumen auftaucht, macht der Weg einen Rechtsknick und es geht weiter zur "Großen Kapelle", ebenfalls gelb gestrichen.

Auf einem breiten Fahrradweg fahren wir auf der Waldstraße bis zur Osterwicker Straße und schlängeln uns durch bis zum VEW-Umspannwerk und den "Sieben Quellen". Das Quellgebiet wird denaturiert. Das heißt "Betreten verboten", was durch Stacheldraht unmißverständlich zum Ausdruck gebracht wird. Jetzt beginnt die Bergetappe. Aber auch das ist zu schaffen. Der Ausblick auf die malerische "Sitter Schlucht" und wenig später von der "Dreilindenhöhe" auf Coesfeld und die Landschaft des westlichen Münsterlandes entschädigen für die Anstrengungen.

Bei der Gaststätte "Döbbeler Bruns" überqueren wir die Billerbecker Straße und in rasanter Abfahrt geht es bergab bis zum Kloster Annenthal. Bitte ab und zu die Bremsen benutzen, denn sonst wird die Abfahrt doch allzu schnell, wir wollen ja wieder gesund in Lette ankommen.

Am Gerlever Weg angekommen, lohnt sich ein kurzer Umweg zur Bischofsmühle, am Honigbach gelegen. Wie der Name schon sagt, war sie eine Anlage, die ursprünglich zum Eigentum des Bischofs von Münster gehörte. Die Grundmauern stammen aus dem 13. Jahrhundert, das Stauwehr ist mit der Jahreszahl 1214 datiert. Zur Zeit wird die Mühle renoviert.

Jetzt verlassen wir Coesfeld - über den Kalksbecker und dann den Isfelder Weg. Vorbei an den leuchtend weißen Gebäuden des Gestütes "Letter Berg" erreichen wir nach 37 Kilometern Lette, wo wir uns nun in einem der zahlreichen, gemütlichen Biergärten von den Strapazen dieser Fahrt erholen können."


 
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